F. C. Gundlach, Den ganzen Tag am Strand, Gizeh / Ägypten 1966, In: Brigitte 8/1966. |
F.C. Gundlach's Career of Work in Fashion Photography and Film |
F.C. Gundlach, Op Art-Fashion, Gizeh/Ägypten 1966, In: Brigitte 10/1966.
F.C. Gundlach, Gesehen in Berlin, Lissy Schaper, Modell Staebe-Seger, Berlin 1961, In: Film und Frau
F.C. Gundlach: Am Pinasberg, Modell Nino-Flex, Hamburg 1958, © F.C. Gundlach. |
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Deichtorhallen, Rund vier Jahrzehnte die internationale Mode begleitend, hat er mit seinem fotografischen Werk selbst ein Stück Modegeschichte geschrieben. Wobei Mode nicht allein die Kleidermode meint, sondern auch Posen und Gesten, Requisiten und Locations, Schönheitsideale und die Professionalisierung der Rolle des Fotomodells. In Gundlachs Œuvre spiegelt sich der Wandel der Mode von der Haute Couture bis zum Prêt-à-Porter, von der hohen Berliner Schneiderkunst bis zum Unisex unserer Tage. Sein Werk berührt ästhetische, aber auch soziale und kulturelle Fragen sowie Fragen der medialen Vermittlung von Mode und Schönheitsidealen. Seinem Selbst- verständnis nach war F.C. Gundlach stets Fotograf im Auftrag. Tätig für auflagenstarke Zeitschriften wie Film und Frau oder Brigitte, hat er mit seinen Aufnahmen die Wahrnehmung von Mode geprägt. Umgekehrt reflektieren Gundlachs Arbeiten in Schwarzweiß und Farbe den Geist ihrer Zeit — vom Optimismus der kargen Nachkriegsjahre über die Op- und Pop-Ästhetik bis hin zur anbrechenden Postmoderne. Dass seine Bilder auch isoliert bestehen können, belegt ihren ästhetischen Rang. Besichtigt wird ein Lebenswerk zwischen Dokument und Erfindung, Dienstleistung und künstlerischem Anspruch. Die Ausstellung versteht sich als definitive Retrospektive zum Werk des Fotografen F.C. Gundlach. Die vom Kuratorenteam, bestehend aus Klaus Honnef, Hans-Michael Koetzle sowie Sebastian Lux und Ulrich Rüter, zusammengestellte Werkschau versammelt rund 350 Arbeiten, darunter Schlüsselwerke in Vintage-Qualität, aber auch zahlreiche Wiederentdeckungen sowie Zeitschriften, Werbemittel oder Dokumente aus F.C. Gundlachs Vita. Die Ausstellung wird begleitet von einer umfassenden Monographie, die im Steidl Verlag, Göttingen erscheint. F. C. Gundlach, geboren 1926 in Heinebach, veröffentlichte zunächst Reportagen, Theater — und Filmberichte und kam über die Arbeit für die Zeitschrift Film und Frau zur Modefotografie. Seine Aufnahmen sind in vielen bedeutenden Magazinen erschienen wie: Deutsche Illustrierte, Stern, Revue, Quick, Elegante Welt, Film und Frau, Annabelle, Brigitte, Twen und Deutsch. Neben seinem fotografischen Schaffen hat sich F.C.Gundlach in allen Bereichen der Fotografie als Promoter und Initiator große Verdienste erworben: 1967 gründete er die Firma CC (Creative Color GmbH), 1971 die Firma PPS. (Professional Photo Service) als Dienstleistungs- unternehmen für Fotografen mit Schwarzweiß — und Farblaboren, Rent- Service, Mietstudios und Fachbuchhandlung. 1975 folgte die Eröffnung der PPS. Galerie F.C. Gundlach: Sie war eine der ersten Fotogalerien Deutschlands und zeigte bis 1992 rund 100 thematische und monografische Ausstellungen. Gundlach lehrte an der Hochschule der Künste, Berlin und kuratierte viele Ausstellungen, die dem Thema Mode und Modefotografie gewidmet waren. 2000 wurde die Stiftung F.C. Gundlach ins Leben gerufen, 2003 wurde F.C. Gundlach zum Gründungsdirektor des „Hauses der Photographie“ in den Deichtorhallen Hamburg berufen, dem er seine Sammlung Das Bild des Menschen in der Photographie als Dauerleihgabe zur Verfügung stellte.
F.C. Gundlach: "Die neue Mode" Grace Coddington in Minirock und Bluse, Modell Missoni, Hamburg 1967, In: Brigitte 18/1967, © F.C. Gundlach.
F.C. Gundlach: Schwarz-weißer Jersey Mantel, Modell Lend, Paris 1966, In: Brigitte 4/1966, © F.C. Gundlach. |
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F.C. Gundlach, Après Ski auf der Avus, Püppi und Schlippi in Hosenanzügen von Staebe-Seger, Berlin 1956, In: Film und Frau Frühling/Sommer, 1956. |