Cornelis van Poelenburg, Römische Ruinen beim Titusbogen, um 1636, Zeichnung, 191 x 254 mm, © Hamburger Kunsthalle / Kupferstichkabinett.

Italy at a Glance: Dutch Landscapes Located between Reality and Fantasy

Rembrandt Harmensz. van Rijn (1606-1669), Der heilige Hieronymus in einer Landschaft, um 1649,
Zeichnung, 252 x 204 mm, © Hamburger Kunsthalle / Kupferstichkabinett.

 

Hamburger Kunsthalle
Stiftung öffentlichen Rechts
Glockengießerwall
+49 (0) 40 428 131 200
Hamburg

Italien im Blick.
Niederländische Landschaftszeichnungen
zwischen Realität und Phantasie

February 8-June 1, 2008

Italien hatte seit dem frühen 16. Jahrhundert eine besondere Anziehungskraft auf die Künstler des Nordens. Insbesondere Niederländer sehnten sich aus der feuchten und kalten Heimat in das sonnige Klima. Ermutigt von Kunsttheoretikern ihrer Zeit, machten sie sich auf die beschwerliche Reise nach Rom, um antike Bauwerke und malerische Landschaften zu studieren. Das südliche Licht inspirierte zu technischen Experimenten mit frischen Farbkontrasten oder ungewohntem Trägermaterial wie dem blauen Papier.

Nicht jedem Künstler war eine Italienreise möglich, doch auch viele Daheimgebliebene hatten Italien im Blick. Diese orientierten sich an Werken ihrer Kollegen oder, wie Rembrandt in seiner Darstellung des Hl. Hieronymus in italienischer Landschaft, an graphischen Vorlagen italienischer Künstler. Auch die zurückgekehrten „Oltramontani arbeiteten oft jahrzehntelang im so genannten italianisierenden Stil, der bei zeitgenössischen Sammlern hoch im Kurs stand. Die Ausstellung zeigt derartige Phantasielandschaften ebenso wie direkt vor Ort gezeichnete Natureindrücke.

Kuratorin der Ausstellung: Annemarie Stefes

 

Thomas Wijck (um 1620-1677), Italienische Landschaft mit Brücke und, Gebäuden, um 1645, Schwarze Kreide, braun laviert auf gelblichem Papier; 191 x 266 mm, © Hamburger Kunsthalle / Kupferstichkabinett.